Bedarf eine befristete Erhöhung der Arbeitszeit der Schriftform?

Gemäß § 14 Abs. 4 TzBfG bedarf die Befristung eines Arbeitsvertrages zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 3.9.2003 (7 AZR 106/03) entschieden, dass eine befristete Erhöhung der Arbeitszeit innerhalb eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses zu ihrer Wirksamkeit nicht der Schriftformgemäß § 14 Abs 4 TzBfG bedarf. Da die nach § 14 Abs. 4 TzBfG einzuhaltende Schriftform ausschließlich für die Vereinbarung der Befristung, nicht aber für den Befristungsgrund und den übrigen Inhalt des Arbeitsvertrags gelte, erstrecke sich auch die mit dem Schriftformerfordernis bezweckte Klarstellungs-, Beweis- und Warnfunktion allein auf die vereinbarte Befristung. Dieses Schutzes bedürfe es nicht, wenn im Rahmen eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses eine Abrede über die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen getroffen werde. Denn der zugrunde liegende unbefristete Arbeitsvertrag der Parteien bilde nach wie vor die maßgebliche Grundlage der dauerhaften Beschäftigung des Arbeitnehmers.

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