Fristlose Kündigung – Rechtsanwaltskanzlei Reininghaus in Köln

Grafik mit Kündigung Aufschrift

Sie haben eine fristlose Kündigung erhalten? Sie wissen nicht, ob die fristlose Kündigung wirksam ist oder ob Sie sich gegen die Kündigung wehren sollen, einen Anspruch auf Abfindung haben und welche Fristen im Falle einer fristlosen Kündigung zu beachten sind?

Gerne sind wir Ihnen im Falle einer fristlosen Kündigung behilflich, Ihre Rechte zu wahren und durchzusetzen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Kündigung  stets Eile geboten ist. Gemäß § 4 Kündigungsschutzgesetz (KSchG) muss ein Arbeitnehmer innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Mit der Kündigungsschutzklage wird im Wesentlichen die Feststellung begehrt, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist. Wird die 3-wöchige Frist nicht eingehalten, gilt die Kündigung unwiderruflich als wirksam.

Sofern Sie sich nicht sicher sind, wie Sie mit der Situation umgehen sollen, rufen Sie uns an oder nehmen Sie Kontakt über unser Online-Rechtsberatungsformular mit uns auf. Wir schlagen Ihnen dann die weitere Vorgehensweise vor. Der erste Kontakt ist völlig unverbindlich. Kosten entstehen erst, wenn Sie uns mit der weiteren Verteidigung gegen die Kündigung beauftragen.

Sofern Sie sich vorab über die Voraussetzungen einer fristlosen Kündigung sowie über die Erfolgsaussichten in Kündigungsschutzprozessen informieren möchten, halten wir nachfolgend einige wichtige Information für Sie bereit. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den nachfolgenden Informationen lediglich um allgemeine Informationen handelt. Keinesfalls ersetzen die hier angegebenen Informationen eine anwaltliche Beratung im Einzelfall.


Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung…

 

Eine fristlose Kündigung trifft den Arbeitnehmer von allen Kündigungen am Härtesten. Die Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis fristlos und hat zur Konsequenz, dass sofort kein Gehalt mehr gezahlt wird. Zudem ist in aller Regel mit einer Sperre und einer Kürzung des Arbeitslosengeldes durch die Agentur für Arbeit zu rechnen, so dass der betroffene Arbeitnehmer oftmals in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät. Schließlich muss der Arbeitnehmer bei einer fristlosen Kündigung in aller Regel auch mit einem schlechten Arbeitszeugnis rechnen, wodurch sein berufliches Fortkommen ganz erheblich erschwert werden kann. Eine wirksame fristlose Kündigung kommt daher nur bei äußerst schwerwiegenden Pflichtverletzungen im Arbeitsverhältnis in Betracht.

Eine fristlose Kündigung eines Arbeitsverhältnisses ist gemäß § 626 BGB nur zulässig, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  1. Es liegt ein wichtiger Grund für die Kündigung vor, auf Grund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur vereinbarten Beendigung nicht zugemutet werden kann.
  2. Die Kündigung erfolgt innerhalb von 2 Wochen ab gesicherter Kenntnis der maßgeblichen Kündigungsgründe.

Ob ein „wichtiger Grund“ für eine fristlose Kündigung vorliegt oder nicht und dieser Grund auch noch „unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile“ zu einer fristlosen Kündigung berechtigt, muss dann anhand der konkreten Umstände des Einzelfalles durch die Arbeitsgerichte beurteilt werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine fristlose Kündigung sind vom Arbeitgeber in einem Kündigungsschutzprozess darzulegen und zu beweisen. Die Arbeitsgerichte haben bei der Beurteilung der vom Arbeitgeber vorgetragenen Kündigungsgründe einen erheblichen Ermessensspielraum, ob die vorgetragenen Kündigungsgründe einen „wichtigen Grund“ für eine fristlose Kündigung darstellen und eine Abwägung der Interessen beider Vertragsteile eine fristlose Kündigung rechtfertigt.


Ein Kündigungsgrund muss in der fristlosen Kündigung nicht angegeben werden…

 

Der Kündigungsgrund muss in der fristlosen Kündigung nicht angegeben werden. Lediglich auf Aufforderung des Arbeitnehmers muss der Arbeitgeber unverzüglich schriftlich den Kündigungsgrund mitteilen.


Erfolgsaussichten im Kündigungsschutzprozess über eine fristlose Kündigung…

 

Aufgrund des vorgenannten erheblichen Ermessensspielraums der Arbeitsgerichte bei der Beurteilung des wichtigen Grundes für die fristlose Kündigung ist es für den Arbeitgeber in vielen Fällen risikoreich, darauf zu vertrauen, dass die Arbeitsgerichte bzw. die höheren Instanzen in einem – unter Umständen mehrere Jahre andauernden – Kündigungsschutzprozess seiner Auffassung folgen werden und im konkreten Einzelfall die fristlose Kündigung für wirksam erachten.

Ein Arbeitgeber wird daher in aller Regel in einem Kündigungsschutzprozess über eine fristlose Kündigung dieses Risiko nicht eingehen wollen und versuchen sich mit dem gekündigten Arbeitnehmer über die Kündigungsgründe und die Abwicklung des Arbeitsverhältnisses zu einigen. Oftmals lässt sich so im Wege eines Vergleichs eine fristlose Kündigung in eine ordentliche – gegebenenfalls betriebsbedingte – Kündigung „umwandeln“, gegebenenfalls auch eine Abfindung, weiteres Gehalt bis zum ordentlichen Kündigungszeitpunkt und weitere noch offene Ansprüche wie Überstundenvergütungen, Urlaubsabgeltungsansprüche und ein positiveres Arbeitszeugnis erzielen. Insbesondere die Umwandlung der fristlosen Kündigung in eine ordentliche – gegebenenfalls betriebsbedingte – Kündigung, verbunden mit einem besseren Arbeitszeugnis bedeutet eine deutlich verbesserte Ausgangsposition für zukünftige Bewerbungen, was nicht unterschätzt werden sollte. Zudem verhängt die Bundesagentur für Arbeit in aller Regel in solchen Fällen keine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, womit im Falle der Hinnahme einer fristlosen bzw. verhaltensbedingten Kündigung gerechnet werden muss.

Im Ergebnis ist daher jedem gekündigten Arbeitnehmer dazu zu raten, rechtzeitig eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einzureichen. In aller Regel lassen sich durch eine Kündigungsschutzklage die immensen Nachteile, die der Arbeitnehmer durch die fristlose Kündigung erleidet, deutlich sozialverträglicher gestalten.


Unsere Leistungen im Falle einer fristlosen Kündigung…

 

Sie haben eine fristlose Kündigung erhalten? Rufen Sie uns an oder nehmen Sie Kontakt über unser Kontaktformular auf. Wir haben jahrelange Erfahrung in Kündigungsschutzprozessen und helfen Ihnen schnell und unkompliziert!

  Kontakt herstellen...


 

Kompetenter Service vom Anwalt für Arbeitsrecht für Köln und Umgebung

Das Arbeitsrecht unterliegt formellen Voraussetzungen, insbesondere wenn eine Kündigung vorliegt. Rechtsanwalt Jens Reininghaus prüft unter anderem, ob alle Formerfordernisse für eine wirksame Kündigungserklärung eingehalten wurden und ein Kündigungsgrund besteht. Unser Anliegen ist dabei stets durch individuelle Lösungen das Beste Ergebnis für Sie zu erzielen. Denn wir wissen: Eine erfolgreiche anwaltliche Beratung erfordert mehr als nur Sachkompetenz. In Köln und in den Stadtteilen Mülheim, Deutz, Nippes, Kalk, Porz, Rodenkirchen, Ehrenfeld sowie darüber hinaus vertreten wir sowohl die Interessen von Arbeitnehmern als auch von Arbeitgebern.